Quiz: Welches Feature für welchen Use Case?¶
Erst selbst überlegen, dann aufklappen.
Block 1: Grundlagen¶
Frage 1: Du startest ein neues Projekt. Welche Datei solltest du als erstes erstellen?
CLAUDE.md im Projekt-Root
CLAUDE.md gibt Claude den Projekt-Kontext bei jedem Start: Tech-Stack, Commands, Konventionen, Off-Limits. Ohne CLAUDE.md rät Claude mehr und macht öfter Fehler bei projektspezifischen Konventionen.
Bonus: Eine globale ~/.claude/CLAUDE.md für persönliche Präferenzen ist auch sinnvoll.
Frage 2: Du hast einen Workflow den du 3x pro Woche verwendest (z.B. Config-Review). Was tust du?
Einen Skill erstellen (~/.claude/skills/config-review/SKILL.md)
Skills machen wiederkehrende Workflows zum Slash-Command. Statt jeden Mal den gleichen komplexen Prompt zu tippen, rufst du einfach /config-review auf.
Bonus: Der Skill wird projektübergreifend verfügbar.
Frage 3: Du willst 5 Ansible Playbooks für 5 verschiedene Vendors gleichzeitig generieren. Was nutzt du?
Sub-Agents (parallel)
Die Playbooks sind unabhängig voneinander – ideal für Parallelisierung. Jeder Sub-Agent (am besten Haiku) arbeitet an einem Vendor, der Haupt-Agent konsolidiert am Ende.
Ohne Sub-Agents: Sequentiell, langsamer, teurer (alles im Haupt-Kontext).
Frage 4: Du willst eine große Refactoring-Aufgabe angehen. Was aktivierst du zuerst?
Plan Mode
Bei großen Änderungen: Erst planen, dann ausführen. Plan Mode zwingt Claude dazu, dir den Plan zu zeigen bevor Code geändert wird.
Vorteil: Du kannst eingreifen bevor etwas schiefgeht, nicht danach.
Block 2: Context Management¶
Frage 5: Dein Context-Fenster ist bei 80%. Was machst du?
/compact ausführen
/compact komprimiert den bisherigen Kontext zu einer Zusammenfassung. Der wichtige Inhalt bleibt erhalten, Tokens werden freigegeben.
Wann: Ab ~70% Auslastung, bevor es kritisch wird.
Frage 6: Du willst eine experimentelle Analyse machen ohne den aktuellen Context zu verschmutzen. Welchen Skill-Context nutzt du?
context: fork
Fork Context erstellt eine Kopie des aktuellen Kontexts. Änderungen darin sind temporär – der Haupt-Kontext bleibt sauber.
Ideal für: Was-wäre-wenn-Analysen, experimentelle Reviews, Sandbox-Operationen.
Frage 7: Du arbeitest an einem langen Task der 30 Minuten dauert und dein Terminal nicht blockieren soll. Was nutzt du?
Background Task
Terminal bleibt frei, du wirst benachrichtigt wenn fertig.
Frage 8: Du willst eine Session von gestern weiterführen. Was tippst du?
/resume
/resume zeigt die letzten Sessions und lässt dich eine fortführen. Der Kontext der alten Session wird geladen.
Block 3: Cost Optimization¶
Frage 9: Für welche Aufgaben nutzt du Haiku statt Sonnet?
Sub-Agents für repetitive/strukturierte Tasks
Haiku kostet ~95% weniger als Opus. Gut geeignet für: - Sub-Agents die klare, strukturierte Ausgaben liefern sollen - Bulk-Generierung von ähnlichen Dateien - Einfache Code-Transformationen - Template-Instanziierung
Nicht gut: Komplexe Architektur-Entscheidungen, nuanciertes Code-Review, ambiguous Anforderungen.
Frage 10: Wann lohnt sich der Einsatz von Opus?
Komplexe Architektur und Planung
Opus für: - Systemdesign und Architektur-Entscheidungen - Komplexe Security-Analysen - Nuancierte Abwägungen mit vielen Trade-offs - Initiale CLAUDE.md / Skill-Entwicklung
Im MSP-Alltag: Die meisten Tasks sind Sonnet. Opus ist die Ausnahme.
Frage 11: Du willst die Claude Code Kosten im Team tracken. Was nutzt du?
/usage + ANTHROPIC_API_KEY im settings.json
/usage zeigt Token-Verbrauch der aktuellen Session.
Für längerfristiges Tracking: API-Key in settings.json + Anthropic Console für aggregierte Nutzungsdaten.
Block 4: MSP/Praxis-Szenarien¶
Frage 12: Ein Kunde schickt dir eine FortiGate-Config zum Review. Wie gehst du vor?
Fork Context + Config-Review Skill
/config-review(Skill mitcontext: fork)- Config einfügen oder Pfad angeben
- Claude analysiert im isolierten Kontext
- Report kommt zurück, Haupt-Kontext unverändert
Warum Fork? Du willst nicht dass die Kunden-Config deinen regulären Arbeitskontext "verschmutzt".
Frage 13: Du willst für 10 Kunden-Firewalls das gleiche Hardening-Playbook generieren, jede mit leicht anderen Parametern. Was ist der schnellste Weg?
Generator-Skill + Sub-Agents
- Skill mit Template und Parameter-Schema
- Sub-Agents für jede Firewall parallel (Haiku)
- Haupt-Agent konsolidiert und prüft
Alternativ (wenn wirklich identisch): Ein Playbook mit Variablen, Inventory macht den Rest.
Frage 14: Dein Kollege fragt: 'Claude hat mir gestern beim Ansible-Debugging geholfen, aber heute weiß er nichts mehr davon.' Was sagst du?
Das ist das erwartete Verhalten – Sessions sind isoliert.
Lösung: CLAUDE.md mit Projekt-Kontext + relevante Infos aus der gestrigen Session rein. Oder /resume wenn die Session noch im Verlauf ist.
Für dauerhafte Erkenntnisse: CLAUDE.md aktualisieren ("Bekannte Issues: ...").
Frage 15: Du arbeitest an einem n8n-Workflow und brauchst komplexe JavaScript-Logik in einem Code-Node. Was gibst du Claude als Kontext?
Den aktuellen Workflow-JSON + das erwartete Input/Output-Format
Hier der aktuelle n8n Workflow: [JSON oder Screenshot]
Der Code-Node bekommt als Input: [Beispiel-JSON]
Er soll ausgeben: [Erwartetes Ergebnis]
Schreibe den JavaScript-Code dafür.
Je konkreter das Input/Output-Beispiel, desto besser der generierte Code.
Auswertung¶
15/15 richtig: Du kennst Claude Code gut. Schau dir die Workflows für Praxis-Patterns an.
10-14 richtig: Solide Basis. Die Lücken sind wahrscheinlich in Cost Optimization oder Context Management.
Unter 10: Lies die Feature-Guides durch, besonders Agents und Skills.